Samstag, 17. Oktober 2015

Bericht und Fotos vom Kölner Marathon

Über Freud und Leid des Ehemanns


12 Wochen Training. Vier Mal die Woche, wechselweise bei 35 Grad und Schwüle oder 15 Grad und Wasser kübelweise. Den ganzen Sommer über galt es: Vor dem Urlaub, während des Urlaubs, nach dem Urlaub…Training nicht vergessen.

Und dann war es endlich soweit (siehe Foto 1): Marathon in der Domstadt Köln.

Auf dem 2. Foto seht ihr eine angespannte Dagmar vor dem Start. Hinter dem Fotoapparat (zum Glück nicht zu sehen!) der noch mehr angespannte Ehemann. Zwischenzeiten wurden auf den Unterarm geschrieben und die gängigen Durchgangszeiten zum ungefähr 4.392.-mal besprochen…

Nachdem es dann gegen 10:03 Uhr losging, sah Dagmar ca. 600 m nach dem Start auch noch sehr frisch aus (siehe Foto 3: strahlende Ehefrau). Der Ehemann konnte leider seine Nervosität nicht durch Laufen abbauen.

Foto Nr. 4 zeigt die Spitze der Läufer: erwartungsgemäß kurz vor der 9 km-Marke ein gutes Viertelstündchen vor Dagmar. Dagmars Gesicht verriet erste Spuren eines konzentrierten Laufs (siehe Foto 5), aber der Zeitplan war in Ordnung und der Ehemann zufrieden.


Auf dem nächsten Foto (Foto Nr. 5)  strahlt Dagmar nur noch, weil im Zuge der Familienzusammenführung unser Sohn Ruben zusammen mit mir aufgeregte Rufe von sich gab: Lauf, Mama!!! Der von uns so geschätzte Zeitplan verriet, dass es mit der Wunschzeit eventuell knapp werden könnte. Aber der Marathon fängt bekanntlich erst ab der Kilometermarke 30 (also dann, wenn die Einlaufphase vorbei ist) so richtig an. Und Dagmar kann kämpfen…

Foto Nr. 6 zeigt Dagmar kurz vor der 39 km-Marke: Das Gesicht hat sich sorgenvolle Falten zugelegt, der Optimismus scheint ein wenig verflogen. Aber egal, viele gehen hier schließlich schon! Es ist aber doch kein Wandertag! Der Zeitpuffer zur Wunschzeit rinnt dahin, auch hastig zu sich genommene Kaltgetränke (siehe Foto 7) können darin nichts ändern. Auch die Gesichter der mitgereisten Begleitung, Sohn und Ehemann, habe sich zwischenzeitlich sorgenvolle Falten zugelegt.

Foto 8 schließlich zeigt Dagmar ca. 150 m vor dem Ziel. Da isse ja! Juchu! Meine Daggi. Nun aber nicht aus der Kurve fliegen…lauuuf…

Der Abschluss, Finale (Foto 9): Eine strahlende Dagmar mit dem nicht weniger strahlenden Sohn (was für eine flotte Mutter) und ein sich langsam erholender Ehemann (wieder mal auf der anderen Seite der Linse, Glück gehabt!). 03:29:28 / 03:30:00 (netto / brutto): Et hätt noch ma joot jejange. (Abwandlung aus dem kölschen Buch der Sprüche).

(Bericht von Udo Wilde)

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